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Klettershow beim GiroJonas Vingegaard macht es wie sein großer Rivale

15.05.2026, 20:37 Uhr
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Auf und davon: Jonas Vingegaard. (Foto: dpa)

Jonas Vingegaard feiert am Blockhaus seinen ersten Giro-Etappensieg und setzt ein Ausrufezeichen im Kampf um den Gesamtsieg. Was das für das Rosa Trikot bedeutet und vielleicht auch für die Tour de France.

Topfavorit Jonas Vingegaard hat mit einer ersten Klettershow zum Blockhaus hinauf seine Ambitionen auf den Gesamtsieg beim Giro d'Italia untermauert. Der zweimalige Tour-Champion aus Dänemark holte sich auf dem steilen Schlussanstieg in den Abruzzen im Alleingang seinen ersten Etappensieg bei der Italien-Rundfahrt und rückte nach dem siebten Teilstück auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vor.

Vingegaard hatte nach der 13,4 Kilometer langen Kletterpartie mit durchschnittlich 8,5 Prozent Steigung 13 Sekunden Vorsprung auf den überraschend starken Österreicher Felix Gall. Das Rosa Trikot des Spitzenreiters trägt aber vorerst weiter der Portugiese Afonso Eulalio, der mit fast drei Minuten Rückstand das Ziel in 1665 Metern Höhe erreichte. Auf Vingegaard bleiben ihm noch 3:17 Minuten Vorsprung.

Spitzengruppe gesprengt

Im Stile von Tadej Pogacar sprengte Vingegaard 5,5 Kilometer vor dem Ziel mit einer Tempoverschärfung die Spitzengruppe. Bei dieser Geschwindigkeit konnte Eulalio nicht mehr mithalten. Nur der Italiener Giulio Pellizzari blieb noch gut einen Kilometer am Hinterrad, hatte sich dabei aber offenbar übernommen: Der Red-Bull-Kapitän wurde von Gall ein- und überholt.

Nach vier Etappensiegen bei der Tour und fünf Tageserfolgen bei der Vuelta hat Vingegaard nun auch seinen ersten Etappensieg beim Giro geholt. Der Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt fehlt ihm noch in seiner Sammlung. Alle drei Grand Tours hat auch Pogacar noch nicht gewonnen, der Slowene war bei der Vuelta noch nicht erfolgreich.

Bei der Tour treffen die beiden Widersacher im Sommer wieder aufeinander. Vingegaard peilt das Giro-Tour-Double an, das Pogacar 2024 gelungen war. Der slowenische Weltmeister hatte sich in diesem Jahr auf die Frühjahrsklassiker konzentriert und dabei Siege bei Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich geholt.

Am Samstag geht es auf der achten Etappe über 156 Kilometer von Chieti nach Fermo etwas gemächlicher zu. Bei drei Bergwertungen der vierten und einer der dritten Kategorie dürften die Sprinter aber trotzdem chancenlos bleiben.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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